STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN

Gemeinsam gegen das Vergessen


Stolpersteine Gelsenkirchen

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„Wir können die Geschichte in ihrer Komplexität nur verstehen,
wenn wir nicht nur die Opfer betrachten, sondern auch die Dabeigewesenen.
Denn ohne die Dabeigewesenen hätte es keine Opfer gegeben.“ (Rita Bake)


Datensammlung Die Dabeigewesenen - Gelsenkirchen 1933 – 1945
Buchstabe E – I

In die Datensammlung werden - sortiert nach Anfangsbuchstaben des Nachnamens - überwiegend Perso- nen aufgenommen, die zwischen 1933 und 1945 in Gelsenkirchen zumindest zeitweilig gelebt, gearbeitet bzw. gewirkt haben. So wird die Datensammlung als "Work in Pogress" kontinuierlich wachsen.

A - D E - I J - M N - R S - V W - Z Abk.

Ehrenbürger Stadt Gelsenkirchen

(Verliehen1933-1945)
Paul Von Hindenburg (1933), Adolf Hitler (1933), Alfred Meyer (1933), Friederich Karl Florian (1936), Viktor Lutze (1936)
Die in der Zeit des Nationalsozialismus verliehenen Ehrenbürgerrechte wurden durch Stadtverordnetenbeschluss nach der Befreiung vom Nationalsozialismus Ende 1945 aberkannt. Das an Emil Kirdorf verliehene Ehrenbürgerrecht (3. April 1917) wurde durch Ratsbeschluss vom 8. September 1989 aberkannt.
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, "Drittes Reich"

"Ehrenmal" Buer

(1934 - heute)
Errichtet 1934 auf einer Anhöhe am Berger See als weithin sichtbares Zeichen des NS-Helden- und Totenkultes. Mehr: >>

"Ehrenmal" Schalker Verein

(1937 - heute)
Errichtet 1937 auf dem Betriebsgelände des Schalker Vereins im Stadtteil Bulmke-Hüllen, 2015 unter Denkmalschutz gestellt und an einen öffentlichen Weg platziert. Mehr: >>

Endphasenverbrechen in Gelsenkirchen

Als Endphaseverbrechen werden Verbrechen bezeichnet, die in den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges von deutschen Faschisten im Reichsgebiet begangen wurden. Dabei wird die die Endphase zumeist als Zeitraum zwischen Januar 1945 und dem örtlich unterschiedlichen Ende der Kriegshandlungen definiert. Exemlarisch: Walter Marx (Gestapo Gelsenkirchen-Buer) Mehr: >>

Engel, Johannes  

(01. Juli 1909 Gelsenkirchen - nicht bekannt)
NSDAP, Sturmführer NSKK, Polizeisekretär
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen
Verbrechen in der Endphase, verurteilt wg. Misshandlung eines englischen Fliegers mit Todesfolge Mehr: >>

Endbindungs- und Abtreibungslager Waltrop

(April 1943 - Mai 1945)
Lagerleitung: Ärztin Hartmann (damalige Leiterin der Lungenheilstätte Nordkirchen)
Die ersten schwangeren Zwangsarbeiterinnen aus Polen, Russland und der Ukraine treffen im "Entbindungslager Waltrop-Holthausen" ein. Die Einrichtung so genannter "Entbindungslager" wird Ende 1942 angeordnet, um die dort geborenen Kinder anhand "rassischer" Kriterien überprüfen und sie entsprechend ihrer Qualifizierung als "gut-" oder "schlechtrassisch" einteilen zu können. Das Lager Waltrop-Holthausen wird wahrscheinlich auf Veranlassung des Landesarbeitsamtes Westfalen als zentrale Aufnahmestelle für Schwangere aus ganz Westfalen eingerichtet. Es ist vermutlich das größte Entbindungs- und Abtreibungslager im damaligen Deutschen Reich. Während die Mütter als Arbeitskräfte eingesetzt werden sollen und nach ihrer Entbindung oder zwangsweisen Abtreibung wieder in den "Arbeitseinsatz" zurückgeschickt werden, sind ihre Kinder größtenteils unerwünscht. Mindestens ein Drittel der im Lager nachweisbaren Frauen wird daher zur Abtreibung eingewiesen. Die Bedingungen für die geborenen Kinder werden so gestaltet, dass ein großer Teil der Säuglinge vor Vollendung des ersten Lebensjahres stirbt. Über die Zahl der entweder direkt in Waltrop oder in der Folgezeit verhungerten oder an unzulänglicher Pflege gestorbenen Säuglinge und Kleinkinder liegen keine Angaben vor; es muss aber angenommen werden, dass mindestens die Hälfte der in Waltrop geborenen Kinder gestorben ist.
Adresse/Wirkungsstätte: Waltrop, Holthausen 29 a, Mehr: >>

Ernsting, Theodor u. Christine, geb. Rosing

Profiteure "Arisierung" Möbelgeschäft des jüdischen Kaufmanns Siegfried Block in Gelsenkirchen-Schalke
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O.

Eweler, Heinrich Gustav, Dr.

(12. Mai 1902 - nicht bekannt)
Ab 1938 Mitglied SS u. SD, SS-Nr. 308 193, KdS Zytomierz (Ukraine), SS-Obersturmbannführer, Kriminal- u. Regierungsrat, NSDAP-Nr. 2927701. Ab 1936 Fachlehrer für Kriminologie und Kriminalistik am Polizei-Institut Charlottenburg, ab 1941 Leiter Landeskriminalpolizeistelle Recklinghausen (in dieser Funktion trug er u.a. Mitverantwortung für Maßnahmen der Vorbeugenden Verbrechensbekämpfung und die Verfol- gung von Sinti und Roma). 1943 zum Regierungsrat ernannt. Nach 1945 Leiter Kripo Essen
Adresse/Wirkungsstätte: Berlin, Ukraine, Recklinghausen u.a.a.O.

Finanzamt Gelsenkirchen-Süd

(1933-1945)
Oberste Behörde: Reichsfinanzministerium, Mittelbehörden: Oberfinanzpräsidium (bis 1937 Landesfinanzämter, vorgesetzte Dienstelle f. Gelsenkirchen: Münster), Unterbehörden: Finanzämter (Steuerverwaltung) und Hauptzollämter (Zollverwaltung) mit nachgeordneten Dienststellen (Zollämter und Zollkommissariate, Zollfahndungstelle Dortmund)
Die westfälischen Finanz- und Zollbehörden waren in hohem Maße an der wirtschaftlichen Ausplünderung jüdischer Menschen sowie der Sinti und Roma beteiligt
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, Zeppelinallee 13

Finanzamt Gelsenkirchen-Nord

(1933-1945)
Oberste Behörde: Reichsfinanzministerium, Mittelbehörden: Oberfinanzpräsidium (bis 1937 Landesfinanzämter, vorgesetzte Dienstelle f. Gelsenkirchen: Münster), Unterbehörden: Finanzämter (Steuerverwaltung) und Hauptzollämter (Zollverwaltung) mit nachgeordneten Dienststellen (Zollämter und Zollkommissariate, Zollfahndungstelle Dortmund)
Die westfälischen Finanz- und Zollbehörden waren in hohem Maße an der wirtschaftlichen Ausplünderung jüdischer Menschen sowie der Sinti und Roma beteiligt
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen (Buer), Adolf-Hitler-Platz 1

Friederich Karl Florian  

(4. Februar 1894 Essen - 24. Oktober 1975 Mettmann)
NSDAP-Gauleiter Düsseldorf
1925 NSDAP, 1925 Gründer u. Ortsgrupenleiter NSDAP-Gelsenkirchen (Buer), 1929 Kreisleiter Gelsenkirchen-Buer, 1930 Gauleiter, 1936 Ehrenbürger Gelsenkirchen, 1937 SA-Obergruppenführer, 1939 Reichsverteidigungskommissar,
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O. Mehr: >>

Flotho, Heinrich

(23. Februar 1915 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.5.1933
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Fredersdorf, Hermann

(19. März 1924 Gelsenkirchen-Buer - 8. August 2013 in Koblenz)
Reichsfinanzverwaltung, 1942 RAD
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O.

Gansel, Wilhelm  

(8. Dezember 1895 Gelsenkirchen - 06. Juni 1966)
Kriminalobersekretär, SA-Hauptsturmführer
Adresse/Wirkungsstätte: Kriminal-Inspektion III Gelsenkirchen. Verfolgung und Deportation Gelsenkirchener Sinti und Roma. Mehr: >>

Gebauer, Ferdinand

(18. Januar 1893 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.10.1939
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Geheime Staatspolizei (Gestapo) Gelsenkirchen

(1933-1945)
Geheime Staatspolizei, Staatspolizeileitstelle Münster
Hauptaußendienststelle Gelsenkirchen
Leiter: Kriminalkommissar Schlüter
Adresse/Wirkungsstätte: Reichsbehörde, Dienstsitz Gelsenkirchen, Dietrich-Eckhard-Straße 21 (Heutige Munckelstraße 21, das Gebäude ist erhalten geblieben) U.a. auch im Hans-Sachs-Haus hatte die Gestapo eine Dienststelle, an verschiedenen anderen Stellen im Stadtgebiet gab es temporäre Büros.

Geheime Staatspolizei (Gestapo) Gelsenkirchen-Buer

(1933-1945)
Geheime Staatspolizei, Staatspolizeileitstelle Münster
Außendienststelle Gelsenkirchen-Buer
Leiter: Kriminalsekretär Klann
Adresse/Wirkungsstätte: Reichsbehörde, Dienstelle Gelsenkirchen, Adolf-Hitler-Platz 4 (Polizeiamt)

Gerichtsgefängnis Gelsenkirchen-Buer  

(1933-1945)
Beckmann, Wilhelm (Hauptwachmeister), Schulz, Theodor (Oberwachmeister)
Adresse/Wirkungsstätte: Amtsgericht, Westerholter Straße 7. Mehr: >>

Gefängnis Gelsenkirchen (Altstadt)  

(1933-1945)
Adresse/Wirkungsstätte: Gefängnis Gelsenkirchen, bis 1937 Gerichtsstraße, v. 1937-1946 Dietrich-Eckart-Straße 30, (Heutige Munckelstraße) Mehr: >>

Goergen, Friederich

(14. Mai 1886 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.5.1933
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Goray, Gustav  

(nicht bekannt)
Kriminalassistent, Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, Gestapo Mehr: >>

Grün, Kurt

(1901 - nicht bekannt)
SS-Scharführer, u.a. Denunziant u. Akteur der Verfolgung von Juda Rosenberg und Elisabeth Makowiak wg. angeblicher "Rasenschande" 1935
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O.

Gutenberger, Karl  

18.4.1905 Essen - 8.7.1961 Essen
Führer des SS-Oberabschnitts West (Wehrkreis VI), Polizeipräsident in Essen, General der Waffen-SS und der Polizei, Höherer SS- und Polizeiführer West, Verurteilt wg. Beihilfe zum Totschlag, Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Adresse/Wirkungsstätte: Essen,Duisburg, Rheinland, Westfalen, u.a.a.O. Mehr: >>

Hackenholt, Lorenz Maria  

(25. Juni 1914 Gelsenkirchen - Todeserklärung zum 31. Dezember 1945)
SS-Hauptscharführer, NSDAP ab 1.4.1933
Adresse/Wirkungsstätte: Beteiligt am Massenmord, KZ Sachsenhausen, Aktion "T4", Aktion "Reinhard", Vernichtungslager Belzec, Treblinka, Sobibor, Konzentrationslager Risiera di San Sabba, Sonderabteilung Einsat R I Mehr: >>

Halfmannshof (Künstlersiedlung)  

(1933 - 1945)
Die kunstschaffenden Hofmitglieder stellten sich in den Dienst der NS-Propaganda,
zwischen NS-Stadtverwaltung und der dort ansässigen Künstlern bestand eine enge Verzahnung
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O. Mehr: >>

Hartwich, Franz  

(14. August 1904 Wanne - 19. Juli 1981 Emsdetten)
SHD (Spätere Luftschutzpolizei), RLB, F, 1941 NSDAP, Schutzpolizeiabschnittskommando V Datteln, Verwaltungsbeamter abkommandiert 1943 zu Polizeischule für Reit- und Fahrwesen Ostland in Postawy (OrPo)
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, Postawy (Weißrussland), Zagare (Lettland) u.a.a.O. Mehr: >>

Harwardt, August

(21. Juni 1898 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.3.1937
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Heiland, Albert

(1901 - 1971)
Profiteur "Arisierung" Möbelgeschäft des jüdischen Kaufmanns Hugo Broch in Gelsenkirchen
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O.

Hellerforth, Wilhelm

Geb. 1908 in Gelsenkirchen, tätig als SS-Oberscharführer, beschäftigt als Leiter des SD im Gebiet Dnjeprodschersinsk im Bezirk Dnjepropetrowsk. Er wurde am 28.1.1946 aufgrund Ukaz 43 (Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets) vom SMT (Sowjetischen Militärtribunal) des Truppenteils 92401 in Kiew in der UdSSR zum Tode verurteilt. Vorwurf: Kriegsverbrechen, im Juni 1943 wurden auf seine Weisung hin 27 inhaftierte Sowjetbürger erschossen, im September 1943 erschoss er zwei inhaftierte Frauen. Das Urteil wurde am 29.1.1946 in Kiew vollstreckt. Die GWP (Hauptmilitär-Staatsanwaltschaft der Russischen Föderation) lehnte die Rehabilitierung am 3.4.1996 ab. Er wurde verurteilt und hingerichtet mit Fritz Beckenhof, Karl Burckhardt, Georg Heinisch, Hans Isenmann, Emil Jogschat, Emil Knoll, Willi Meier, Paul von Scheer, Eckhard Hans von Tschammer und Osten, Georg Truckenbrod und Oskar Walliser.

(17. März 1900 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.5.1937
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Hohnroth, Paul  

(15. Dezember 1889 - 1982)
Oberschullehrer, Mitglied ab 1932 Frontkämpferbund "Stahlhelm", 1933 NSLB, 1935 SS, ab 1.5.1937 NSDAP
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, Städt. Realgymnasium, Akteur Novemberpogrome 1938. Mehr: >>

Hohoff, Heinrich

(9. April 1873 Berwicke - 14. September 1939 Essen)
NSDAP ab 1. Februar 1932. ➨ An Heinrich Hohoff erinnert seit der ersten Hälfte der 1950er Jahre die Hohoffstraße in Gelsenkirchen-Rotthausen.
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen-Rotthausen u.a.a.O.

Hornung, Johann

(22. Oktober 1892 - nicht bekannt)
Mitglied Schalke 04, NSDAP ab 1.5.1937
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen

Höfer, Otto sen.

(1904 Duisburg - nicht bekannt)
Profiteur "Arisierung", Wohn- und Geschäftshaus Horsterstr. 17 aus dem Besitz des jüdischen Kaufmanns David Löwenstein in Gelsenkirchen-Buer
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen-Buer u.a.a.O.

Huttac, Gustav Leopold

(14. Februar 1914 Kufstein - 30. Januar 1942 Cholm)
Oberwachtmeister der Schutzpolizei
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen u.a.a.O.,Polizeibatallion 65, Beteiligung am Völkermord

Hübner, Heinrich, Dr.

(23. Februar 1879 Insterburg - 8. Januar 1962)
Leiter Gesundheitsamt, Amtsarzt, NSV, NS-Ärztebund, Reichsbund Deutscher Beamter
Adresse/Wirkungsstätte: Stadtverwaltung Gelsenkirchen, Beteiligt an Verfolgung Sinti und Roma u.a. Mehr: >>

Hülck, Alfons

(27. März 1902 - 08. Juli 1936)
Ab 1926 NSDAP (Mitgliedsnr. 33335), Ortsgruppenleiter Buer-Hassel, Kreisschulungsleiter der NSDAP
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen-Buer-Hassel

Ingenhaag, Karl

Geb. am 13.9.1892 in Gelsenkirchen, wohnhaft in Bergfelde (Brandenburg), Kaufmann, tätig als kaufmännischer Angestellter der Ortskrankenkasse Berlin-Wittenau, Mitglied der NSDAP und Ortsgruppenleiter. Er wurde am 8.5.1945 in Bergfelde festgenommen und am 5.6.1945 aufgrund Art. 58-2 des Strafgesetzbuches der RSFSR (Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik) vom SMT (Sowjetischen Militärtribunal) der 1. Belorussischen Front zum Tode durch Erschießen verurteilt. Vorwurf: Kriegsverbrechen. Das Urteil wurde am 30.6.1945 vollstreckt. Die GWP (Hauptmilitär-Staatsanwaltschaft der Russischen Föderation) rehabilitierte ihn am 30.11.2001.

Internierungslager für Sinti und Roma, Gelsenkirchen

(Juni 1939 - März 1943)
Das eigens zu diesem Zweck errichtete Lager befand sich bewusst weit abgelegen am östlichen Stadtrand von Gelsenkirchen, damit sollte die Ausgrenzung der Sinti und Roma zusätzlich auch geografisch unterstrichen werden. Heute ist das Gelände überbaut (Betriebshof Bogestra)
Die Bewachung u. Kontrolle erfolgte durch den SA-Sturm 14 (Gelsenkirchen) unter SA-Obersturmbannführer Buttgereit
(Das Internierungslager fand gemäß Beschluss vom 08. Juni 2001 Aufnahme in das Haftstättenverzeichnis der Stiftung EVZ.)
Adresse/Wirkungsstätte: Gelsenkirchen, Lager Reginenstraße. Verfolgung Sinti und Roma, mehr: März 1943 - Deportation der Gelsenkirchener Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau


Andreas Jordan, Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. Juli 2017.

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