STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN

Gemeinsam gegen das Vergessen


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Die Dabeigewesenen - Gelsenkirchen

Revierhauptmann Vitus Michel

Abschnittkommandeur Hauptmann Fabian befahl im Januar 1945 dem Revierhauptmann Vitus Michel, 4-5 Polizeibeamte vom 13. Revier in Buer für die Tötung eines Zwangsarbeiters abzustellen, diese sollten am Exekutionsort Absperrmaßnahmen vorzunehmen. Die Vollstreckung des vorgeblichen "Gerichtsurteils" sollte durch den Gestapomann Walter Marx durchgeführt werden. Gemeinsam mit den Polizeibeamten, dem Polizeivertragsarzt Dr. Meese aus Buer, Kriminalsekretär Walter Marx von der Gestapo und dem gefesselten Zwangsarbeiter fuhr man vom Hof des Polizeiamtes Buer zur Hinrichtungsstätte. Während Dr. Meese im Fahrzeug wartete, teilte Michel die Polizeibeamten zur Absperrung ein und begab sich zum Fahrzeug. Marx ging mit dem Zwangsarbeiter in den Wald und vollzog die Tötung des Mannes durch Erhängen. Anschließend zog er die Leiche hinter sich her zum Fahrzeug, wo Dr. Meese den Tod des Zwangsarbeiters feststellte. Gemeinsam brachte man die Leiche dann zum Hauptfriedhof Buer, wo Marx bereits zuvor die Vorbereitung eines Grabes veranlasst hatte. Die Polizisten schaufelten das Grab zu.


Andreas Jordan, Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. September 2018.

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