STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN

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SS-Führerschule Gelsenkirchen-Rotthausen

In Gelsenkirchen kam es 1931 zur Aufstellung der 19. SS-Standarte. Der weitere Aufschwung der SS führte in dem Gau, zu dem Gelsenkirchen gehörte, in schneller Folge zur Aufstellung der 72. und 82. Standarte. Dazu kamen mehrere technische Sondereinheiten sowie zwei Reiterstandarten. Auf Gelsenkirchener Gebiet gab es nach der Machtübergabe 40.000 SA- und 2.000 SS-Angehörige.

Im August 1933 richtete die SS im Rotthauser Volkshaus eine sogenannte "SS-Führerschule" ein. Diese Einrichtung sollte die zentrale Führerschule für die gesamte SS der Bezirke Westfalen, Rheinland und Hessen sein. Am 13. August 1933 wurde die SS-Führerschule eröffnet, die Lokalpresse berichtete entsprechend, hervorgehoben wurde dabei auch die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen SS und der Gelsenkirchener Stadtverwaltung. In der Gelsenkirchener SS-Führerschule wurden auch die SS-Führer ausgebildet, die in den frühen KZ Kemna (Wuppertal) und Papenburg eingesetzt wurden.

In Rotthausen erhielten die SS-Männer auch das ideologische Rüstzeug, die für die Rechtfertigung der nationalsozialistischen Gewaltpraxis und Verbrechen zentral war. Die in Gelsenkirchen geschulten SS-Männer wurden in der Folgezeit in fast allen KZ als Unterführer eingesetzt. 1935 stellte die SS-Führerschule in Gelsenkirchen ihren Betrieb ein und wurde geschlossen.


Andreas Jordan, Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. August 2017.

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