STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN

Gemeinsam gegen das Vergessen


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Peter Stangier

1904-1912 Volksschule, Schlosserlehre, anschließend bei verschiedenen Firmen tätig, Besuch einer Fachschule für Handwerk und Gewerbe, Januar 1918 Kriegsteilnehmer, 1919-1923 Mitglied in völkischen Parteien und Verbänden, um 1921 bei der Zeche Ewald 3/4 in Gelsenkirchen, später bei der Zentralkokerei Scholven, August 1931-1945 Stellvertretender Gauleiter des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP.

01.05.1934 Stadtrat (Beigeordneter) und Polizeidezernent der Stadt Gelsenkirchen, 01.10.1935 auf Veranlassung von Gauleiter Dr. Meyer vom Amt als Beigeordneter beurlaubt, 1938 auf eigenen Wunsch wegen der Tätigkeit in der Gauleitung als Beigeordneter entlassen, Oktober 1939 vom Stab des Stellvertreters des Führers als einer der Gauleiter für Polen vorgesehen, Befehlsleiter der NSDAP.

10.05.1945 als Kriegsverbrecher interniert, 10. /11.05.1948 wegen der Zugehörigkeit zum Führerkorps der NSDAP vom Spruchgericht Recklinghausen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt (Antrag des öffentlichen Anklägers: vier Jahre), Haft durch Internierung verbüßt, 02.11.1948 Revision gegen das Urteil verworfen

1923 Eintritt in die NSDAP; Mai 1924 von der französischen Besatzung (wohl wegen seiner politischen Aktivitäten) ausgewiesen; 01.08.1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Mitgliedsnummer: 16. 676), 1925-1926 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Resse der NSDAP, Mitwirkung beim Aufbau der NSDAP in Gelsenkirchen, 1926 aktiver SA-Führer im SA-Regiment Ruhr, 1927-1930 Führer des SA-Sturms 67, 1930-1931 Adjutant einer SA-Standarte, 1931 Führer der SA-Standarte 5, Januar 1931-1933 zugleich Gauorganisationsleiter der Gauleitung Westfalen-Nord der NSDAP, Beisitzer im Gau-Uschla Westfalen-Nord der NSDAP

01.12.1931 SA-Standartenführer, 01.12.1931-1933 Stabsführer der SA-Untergruppe Westfalen-Nord, 1932-1933 Mitglied des Landtages-Preußen; 12.03.1933 Stadtverordneter und NSDAP-Fraktionsführer in der Stadtverordnetenversammlung Gelsenkirchen, 11.07.1933 Preußischer Staatsrat, November 1933-1945 Mitglied des Reichstages (Wahlkreis 17); 1934-19.04.1936 SA-Führer zur Ehrendienstleistung der SA-Brigade 70 (Recklinghausen), 1935-1945 Preußischer Provinzialrat der Provinz Westfalen, 20.04.1936 SA-Oberführer, 20.04.1936-1945 SA-Führer zur Verfügung der SA-Brigade 70 (Recklinghausen), 30.01.1938 SA-Brigadeführer (SA-Gruppe Westfalen), 30.01.1941 SA-Gruppenführer (SA-Gruppe Westfalen)

Quelle: Lilla, Joachim, Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918-1945/46), S. 284 f.


Andreas Jordan, Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. Juli 2017.

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