STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN

Gemeinsam erinnern statt Vergessen


Stolpersteine Gelsenkirchen

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Beteiligung von Schulen

Foto: Copyright Karin Richert

Gunter Demnigs Projekt Stolpersteine bietet für Geschichtskurse oder Schulklassen eine ganz besondere Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der NS-Gewaltherrschaft und der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verfol- gung. Beteiligte Schülerinnen und Schüler fin- den einen ganz direkten Zugang zur lokalen NS-Geschichte.

                                                                  Foto: © Karin Richert

In Gelsenkirchen haben sich bereits mehrere Schulen am Projekt Stolpersteine beteiligt, darunter Klas- sen und Kurse der Evangelischen Gesamtschule Bismarck, der Gesamtschule Horst und des Schal- ker Gymnasiums. In naher Zukunft kommen die Gesamtschule Berger Feld und die Grundschule an der Grillostraße hinzu. Weitere Schulen haben ihre Beteiligung bereits zugesagt.

Mit der Verlegung der Stolpersteine wird die Erinnerung an das Leben und Leiden der verfolgten Men- schen im so genannten "Dritten Reich" lebendig. Stolpersteine erinnern auch an Wendepunkte in den Lebenswelten, an eine oftmals glückliche Zeit, bevor Angst, Ausgrenzung und Rassenwahn das Sein der Verfolgten bestimmten. Ihre Namen kehren mit der Verlegung eines Stolpersteins zurück in unseren Alltag. Und zwar genau dort, wo die Betroffenen vor ihrer Festnahme, Flucht, Verschleppung oder Ermordung ihre Lebensmittelpunkte hatten, inmitten der Stadtgesellschaft - Vor den Türen ihrer Häuser.

Auch die Orte des Geschehens bekommen so einen Namen und man erfährt, was in der eigenen Straße oder am Platz gleich um die Ecke Entsetzliches passiert ist. Das Grauen begann nicht erst in den Vernichtungslagern und Unrechtsstätten des so genannten "Dritten Reiches", es begann mitten unter uns, im nachbarschaftlichen Umfeld, unter aller Augen. So werden mit den Stolpersteinen Denk- und Lernorte als integraler Bestandteil unseres Alltags geschaffen, bisher mehr als 73.000 mal in 27 Ländern Europas.

Die Beschäftigung mit einzelnen Personen oder Familien hilft, die abstrakte Zahl von mindestens dreizehn Millionen Ermordeten innerhalb der verschiedenen Verfolgtengruppen zu realisieren. Jeder Einzelne hatte seine individuelle Lebens- und Leidenswege, viele waren in demselben Alter wie die Jugendlichen, die sich heute am Projekt Stolpersteine beteiligen. Für die Schülerinnen und Schüler handelt es sich durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema im Rahmen des Projektes Stolper- steine nicht mehr um anonyme Opfer, sondern um Menschen wie du und ich.

Internationaler Suchdienst (ITS). Foto: Richard Ehrlich

Neben der Übernahme von Patenschaften bietet das Projekt Stolpersteine der Schülergeneration auch die Möglichkeit, eigene Recherchen zu den Lebens- und Leidenswegen der Menschen an- zustellen, denen Stolpersteine gewidmet werden sollen. Fachkundige Ehrenamtler der Projekt- gruppe Stolpersteine Gelsenkirchen stehen bereit, Multiplikatoren, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bei ihren Nachforschungen unter- stützend und beratend zu begleiten. Die Ergeb- nisse ihrer Arbeit können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei den Verlegungen der Stolpersteine oder Rahmenveranstaltungen vortragen. Sie erreichen die Projektleitung Gel- senkirchen unter der Telefonnummer (0209) 9994676 oder per → Email.

          Foto: © Internationaler Suchdienst (ITS). Foto: Richard Ehrlich


Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. September 2013, überarbeitet Juni 2019

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